Ein Zeichen für gute Taten – das neue Signet für Sondermarken
Signet am 7. November 2008 im Bundesfinanzministerium in Berlin vorgestellt
Zeichen setzen für gute Taten: Beginnend mit den diesjährigen Weihnachtsmarken, werden künftig die Sondermarken, die seit Jahrzehnten gemeinnützige Projekte und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land fördern, das „Zeichen mit dem Plus“ erhalten.
Mit der Einführung eines Signets will das Bundesministerium der Finanzen als Herausgeber der deutschen Sondermarken erstens ein Zeichen setzen für das Ehrenamt in unserem Land und zweitens auf den guten Zweck der Cent-Spende beim Briefmarkenkauf hinweisen. Mit diesem Signet wird noch deutlicher, dass der Erwerb dieser Sondermarken mit einem „Plus“ von wenigen Cent eine ganz persönliche gute Tat mit großer Wirkung ist. Wie in der Vergangenheit auch, werden die Cent- Erlöse in der Summe zahlreiche gemeinnützige Projekte unterstützen. Dabei geht es um eine Größenordnung von rund 18 Mio. EURO pro Jahr. Dieser Betrag soll auch mit Hilfe des Signet spürbar gesteigert werden.
In naher Zukunft soll transparenter als bisher werden, welche Projekte konkret mit welchen Erlössummen gefördert werden. Denn: Wer weiß, wofür genau seine Spende verwandt wird, ist eher bereit, den Zuschlag zu bezahlen. Das Signet selbst setzt ein wichtiges Zeichen: dafür, dass jeder Cent gut angelegt ist und direkt bei den Menschen ankommt, die auf die Solidarität unserer Gesellschaft angewiesen sind.
Die Marke mit dem „Plus“
Das Signet wurde von Herrn Prof. Schmitz aus Wuppertal entworfen. Wesentliches Merkmal ist die Kombination von Bild- und Wortelementen. Die Zusammensetzung aus Punkten leitet sich aus der Perforation der Markenbögen ab. Das „Plus“ vor dem Cent-Wert steht für den besonderen Mehrwert dieser besonderen Marken.
Das komplette Signet wird auf dem Zehnerbogenrand aller Sondermarken mit dem „Plus“ abgebildet. Hier wird die Botschaft, wofür das Plus steht (Gutes tun.) und womit es erreicht werden kann (Mit Briefmarken helfen.), vermittelt. Die Kommunikation dieser Botschaft wird neben den eindrucksvollen Motiven der Marken durch den Slogancharakter des Textes verstärkt.
Das Plus auf der einzelnen Marke sowie das komplette Signet können farblich variiert werden und auch einfarbig erscheinen.
Identität schaffen: Einheit in der Vielfalt
Das Signet stellt die visuelle Klammer dieser vielfältigen Marken dar und dient als einheitliches Identitätsmerkmal. Die gestalterische Individualität der einzelnen Marke bleibt dabei erhalten.
Bewerbung
Um den Bekanntheitsgrad des Signets zu steigern, soll es auch auf anderen Produkten und in verschiedenen Medien abgebildet werden. Angedacht ist die Verwendung des Zeichens in Verbindung mit der Information über die einzelnen Förderprojekte und die Nennung des Förderbetrages. Dies sollte in entsprechenden Publikationen des Bundesfinanzministeriums, der Deutschen Post sowie der Erlösempfänger geschehen.
An der Präsentation des neuen Signets nahmen Vertreter der Erlösempfänger teil: der Stiftung Jugendmarke, der Stiftung Sporthilfe (unter ihnen die Olympiasiegerin 2008 im Modernen Fünfkampf, Lena Schöneborn), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der Stiftung Philatelie- und Postgeschichte sowie aus dem Bundesumweltministerium.

Eingeladen waren auch Jugendliche und Betreuerinnen der Internationalen Malschule Jungbusch aus Mannheim – ein sehr lebendiges Beispiel dafür, was mit den erlösten Mitteln geschieht: Diese Integrationseinrichtung wird u. a. mit Geldern aus dem Verkauf der Wohlfahrtsmarken finanziert.
Statement von Dr. Ulrich Schneider, Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. auf der Präsentation des Signets für Sondermarken am 7. November 2008 in Berlin
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