60 Jahre Wohlfahrtsmarken – Sozialwerk feiert Geburtstag
November 2008, Köln/Berlin. Als der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Monsignore Kuno Joerger, das Sozialwerk Wohlfahrtsmarken 1949 ins Leben rief, konnte niemand absehen, welche Erfolgsgeschichte damit in Gang geriet.
Heute, 60 Jahre später, ist es zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege geworden – die Erlöse aus dem Verkauf der jährlich neu erscheinenden Marken fließen in ihre soziale Arbeit.
Die Idee mit Briefmarken zu helfen ist alt – älter als die Wohlfahrtsmarken. Bereits 1919, kurz nach Beendigung des Ersten Weltkriegs, wurden zwei Briefmarken mit dem Aufdruck „5 Pf für Kriegsbeschädigte“ herausgegeben. Vielen Kriegsversehrten konnte damals mit dem Verkaufserlös dieser „Germania-Marke“ geholfen werden. In den 20er und 30er Jahren erschienen dann eine Reihe von „Nothilfemarken“, deren Verkaufserlös ebenfalls in verschiedene soziale Einrichtungen und deren Hilfsaktivitäten floss.
„Helft und schenkt Freude, kauft Wohlfahrtsmarken“ – dieses Motto legte Monsignore Kuno Joerger dem Sozialwerk zugrunde. Zu einer der ersten Maßnahmen zählte 1949 die Organisation von Erholungsreisen für Kinder im Nachkriegsdeutschland. Heute betreuen AWO, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland insgesamt mehr als 3,6 Millionen Menschen in bundesweit nahezu 100.000 Einrichtungen. Das Spektrum ihrer Arbeit reicht von Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, Gesundheits- und Familienhilfe über soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke, bis hin zur internationalen Katastrophenhilfe. Hier zählt jeder Cent. Und tatsächlich haben in den letzten 60 Jahren über 4 Milliarden abgenommene Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken (Letztere erschienen 1969 erstmals) bis heute einen Erlös von mehr als 600 Millionen Euro erzielt.
Die erstmalig im Geburtsjahr der Bundesrepublik Deutschland herausgegebenen Wohlfahrtsmarken wurden schnell beliebt und so bekannt, dass 1956 der erste deutsche Bundespräsident Theodor Heuss als Schirmherr des Sozialwerkes gewonnen werden konnte. Dieses Amt wurde seitdem traditionell von Bundespräsident zu Bundespräsident weitergegeben.
Am 6. Januar 2009 wurden Professor Dr. Horst Köhler die neuen Marken mit dem Titel „Himmelserscheinungen“ feierlich überreicht – thematisch passend fand diese Übergabe im Zeiss-Großplanetarium in Berlin statt. Erhältlich sind die Marken seit dem 2. Januar 2009 – dem Erstausgabetag – an allen Postschaltern, direkt bei den Wohlfahrtsverbänden und unter www.wohlfahrtsmarken.de.
Stand: November 2009
Index 60 Jahre Wohlfahrtsmarken
Helfen Sie, Wohlfahrtsmarken zu verkaufen mit Links und Bannern oder mit dem Einsatz unserer Werbemittel auf Ihren Veranstaltungen. So können Sie helfen.













